Am Arbeitsplatz

Berufe mit hohem Risiko für Hörschäden (+ dB je Arbeitsplatz)

Audinc 3. Mai 2021 zuletzt aktualisiert 25. Okt. 2026
Berufe mit hohem Risiko für Hörschäden (+ dB je Arbeitsplatz)

Lärmschwerhörigkeit gehört zu den häufigsten Berufskrankheiten. Lesen Sie, welche Berufe das größte Risiko haben, wie laut es je Arbeitsplatz ist und was Sie tun, wenn Sie bei der Arbeit schlechter hören.

Machen Sie den nächsten Schritt für Ihr Gehör

Zu viel und zu lauter Lärm bei der Arbeit kann Ihr Gehör dauerhaft schädigen. Lärmschwerhörigkeit ist in Deutschland als Berufskrankheit Nr. 2301 anerkannt. In den Niederlanden gehört sie neben psychischen und körperlichen Erkrankungen zu den drei häufigsten Berufskrankheiten: 2025 betrafen dort rund 8 % aller Meldungen das Gehör (NCvB, Beroepsziekten in cijfers 2026).

In den Niederlanden arbeiten nach Schätzungen rund 900.000 Menschen täglich mit schädlichem Lärm (Nationale Hoorstichting). In der Praxis kommen arbeitsbedingte Hörschäden wahrscheinlich noch häufiger vor, weil viele Menschen ihr Hörproblem nicht sofort mit ihrer Arbeit in Verbindung bringen. In diesem Artikel lesen Sie, welche Berufe das größte Risiko haben, wie laut es je Arbeitsplatz ist und was Sie tun, wenn Sie merken, dass Sie schlechter hören.

BK 2301

Lärmschwerhörigkeit ist in Deutschland eine anerkannte Berufskrankheit (Berufskrankheiten-Verordnung).

± 900.000

Beschäftigte arbeiten in den Niederlanden täglich mit schädlichem Lärm (Nationale Hoorstichting).

80 dB(A)

über einen Arbeitstag von 8 Stunden: Hier beginnt das Risiko für bleibende Schäden.

Wie entsteht ein Hörschaden durch Lärm?

Schall ist eine Schwingung in der Luft: eine schnelle Änderung des Luftdrucks. In Ihrem Innenohr wandeln winzige Haarzellen, auch Sinneshärchen genannt, diese Schwingungen in Signale für Ihr Gehirn um. Bei zu viel Lärm werden diese Haarzellen überlastet und schließlich beschädigt. Sie geben dann keine oder falsche Informationen weiter, sodass Sie schlechter hören oder ein Piepen oder Rauschen wahrnehmen. Dieser Schaden lässt sich nicht beheben.

Nach einem Tag in lautem Lärm kann Ihr Gehör vorübergehend nachlassen, mit einem dumpfen Gefühl oder einem Piepen im Ohr. Bei einem gelegentlichen solchen Tag erholt sich das Gehör meist. Sind Sie dem Lärm oft ausgesetzt, kann der Schaden bleibend werden. Das geschieht fast immer schleichend, deshalb merken Sie es erst, wenn schon viel verloren ist. Das Älterwerden spielt auch eine Rolle, aber Lärm ist die Ursache, der Sie vorbeugen können.

Welche Berufe haben das größte Risiko?

Wie oft Hörschäden auftreten, hängt stark von der Branche ab. Im Bau und in der Industrie sind die Probleme bekannt, unter anderem wegen schwerer Maschinen. Aber auch in vielen anderen Berufen besteht das Risiko, und dort wird der Schaden oft nicht sofort mit der Arbeit in Verbindung gebracht. Berufe mit hohen Pegeln sind unter anderem:

  • Bauarbeiter
  • Metall- und Holzbearbeiter
  • Polizei und Bundeswehr
  • Landwirte
  • Lkw- und Staplerfahrer
  • Musiker und DJs

Schädlicher Lärm kommt auch an weniger naheliegenden Orten vor, etwa in Kindertagesstätten, Freizeitzentren, Schwimmbädern und Sporthallen. Sportlehrkräfte sind gefährdet, wenn sie in Hallen mit schlechter Akustik unterrichten. Quietschende Sportschuhe, springende Bälle, Pfeifen, Hockeyschläger und eine ganze Gruppe rufender Kinder sorgen zusammen für viel Lärm. Weil große, hohe Hallen oft mit harten Materialien ausgestattet sind, hallt der Schall lange nach. Im Schulbereich haben auch Techniklehrkräfte und Schwimmlehrer ein höheres Risiko. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel über Gehörschutz für Lehrkräfte und Sportlehrer.

Auch wer in der Gastronomie arbeitet, zum Beispiel in einer vollen Kneipe, einem Club oder auf einem Festival, hat ein erhöhtes Risiko. Für das Publikum gibt es in Deutschland kein Gesetz, wohl aber die Norm DIN 15905-5: Am lautesten Publikumsplatz soll der Pegel über 30 Minuten 99 dB(A) nicht überschreiten. Für alle, die dort einen ganzen Abend arbeiten, ist das immer noch weit über 80 dB(A), und für sie gilt die Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung. Lesen Sie mehr über Gehörschutz im Nachtleben und in der Gastronomie. Im Sicherheitsdienst kommt hinzu, dass Sie über Funk erreichbar bleiben müssen; dafür gibt es Funkgeräte-Ohrhörer für den Sicherheitsdienst mit Gehörschutz.

Außerdem arbeiten Dentalhygienikerinnen und Gipser mit Geräten, die während der Nutzung ständig Lärm machen, und Einsatzkräfte sowie Motorradpolizisten haben oft mit lauten Geräuschen zu tun. Woher der Lärm kommt, unterscheidet sich je Branche. Im Bau, in der Industrie, in Druckereien, Werkstätten und der Lebensmittelindustrie sind es vor allem Maschinen. Im Nachtleben und im Sicherheitsdienst sind es Musik und große Menschenmengen.

Wie viel Dezibel sind es je Arbeitsplatz?

Wie viel Lärm Sie bei der Arbeit abbekommen, ist sehr unterschiedlich. In einem ruhigen Büro arbeiten Sie bei etwa 50 dB, bei einem startenden Flugzeug auf der Startbahn haben Sie es mit rund 140 dB zu tun. Einige Berufe dazwischen:

BerufPegel
Angestellte im ruhigen Büro50 dB
Kellner55–75 dB
Lehrkraft75 dB
Erzieherin in der Kita70–80 dB
Logistikmitarbeiter70–84 dB
Pflegekraft auf der Intensivstation45–85 dB
Lkw-Fahrer75–90 dB
Motorradpolizist90 dB
Sporttrainer70–93 dB
Zahnarzt70–92 dB
Schwimmlehrer80–100 dB
Mitarbeiter im Fitnessstudio95–100 dB
Barpersonal90–102 dB
Mitarbeiter bei einem Konzert110 dB

Das Risiko für bleibende Hörschäden beginnt bei etwa 80 dB. Wie viel Schaden entsteht, hängt davon ab, wie oft und wie lange Sie in diesem Lärm arbeiten. Eine praktische Faustregel: Können Sie jemanden in einem Meter Abstand nicht mehr verstehen, ohne die Stimme zu heben, liegt der Pegel wahrscheinlich über 80 dB.

Wie lange ist es unbedenklich?

Bei 80 dB(A) halten Ihre Ohren einen Arbeitstag von 8 Stunden aus. Jede 3 dB mehr bedeuten doppelt so viel Schallenergie und damit die halbe Zeit. Für einige Arbeitsplätze, ausgehend vom durchschnittlichen Pegel und ohne Gehörschutz:

ArbeitsplatzPegelUnbedenkliche Zeit pro Tag
Schwimmbad80 dB8 Stunden
Werkstatt Bau86 dB2 Stunden
Werkstatt Metall95 dB15 Minuten
Diskothek102 dBweniger als 5 Minuten

Weitere Beispiele für alltägliche Geräusche, vom Gespräch bis zum Kampfjet, finden Sie unter ab wie viel Dezibel Lärm schädlich ist.

Rechner · Lärmdosis

Wie lange ist dieser Lärm für Ihre Ohren unbedenklich?

Wählen Sie eine Situation oder stellen Sie Pegel und Dauer selbst ein.

Unbedenklich ohne Gehörschutz48 Minuten
Ihre Tagesdosis nach 8 Stunden10×
Ohne Gehörschutz 10×
Mit einem Filter mit SNR 19 13%
Mit einem starken Filter (SNR 31) 1%

100 % ist Ihre volle Tagesdosis, 3× bedeutet dreimal so viel. Liegen Sie über 100 %, riskieren Sie einen bleibenden Gehörschaden.

Am Arbeitsplatz (LärmVibrationsArbSchV)

Tages-Lärmexpositionspegel: 90 dB(A)

Ab 85 dB(A): Gehörschutz muss getragen werden, die arbeitsmedizinische Vorsorge ist Pflicht und der Bereich wird als Lärmbereich gekennzeichnet.

Lärmmessung anfragen

Schätzung nach der Faustregel 80 dB(A) über 8 Stunden, wobei sich die Zeit mit jedem Plus von 3 dB halbiert. Der SNR ist ein Laborwert: Wie stark Ihr Gehörschutz in der Praxis dämpft, hängt davon ab, wie gut er abdichtet. Ersetzt keine Messung.

Risiken der Arbeit ohne Gehörschutz

Wer jahrelang ohne Schutz im Lärm arbeitet, riskiert mehr als nur schlechteres Hören. Die Folgen im Überblick:

  • Bleibender Hörverlust. Lärmschwerhörigkeit ist nicht heilbar. Ein Hörgerät kann helfen, gibt Ihnen das ursprüngliche Gehör aber nicht zurück.
  • Tinnitus. Ein Piepen, Rauschen oder Sausen, das nicht mehr weggeht. Lesen Sie mehr über Tinnitus und Ohrgeräusche.
  • Höheres Unfallrisiko. Wer schlechter hört, überhört schneller ein Warnsignal, ein rückwärtsfahrendes Fahrzeug oder einen rufenden Kollegen.
  • Müdigkeit und Stress. Auch wenn Sie ihn nicht als störend empfinden, kostet ein Tag im Lärm Energie. Hohe Pegel können zu Konzentrationsproblemen, Stress und erhöhtem Blutdruck führen.
  • Schwierigere Kommunikation. Eine Besprechung, eine Sicherheitsunterweisung oder einfach ein kurzes Gespräch: Wer schlecht hört, verpasst viel. Das wirkt sich auch auf die Stimmung im Betrieb aus.

Die psychischen Folgen von Lärm

Lärm trifft nicht nur Ihre Ohren. Einen ganzen Tag im Lärm zu arbeiten, kostet Energie: Ihr Gehirn muss härter arbeiten, um Sprache und Signale aus dem Geräusch herauszufiltern. Das merken Sie an Ihrer Konzentration und an der Müdigkeit am Ende des Tages.

Entsteht ein Tinnitus, der nicht mehr verschwindet, kann das erhebliche Folgen haben. Betroffene schlafen schlechter, erleben mehr Stress und werden manchmal niedergeschlagen. Für einen Teil der Beschäftigten bedeutet das einen vorübergehenden Ausfall oder sogar, nicht mehr in den eigenen Beruf zurückkehren zu können.

Schlechtes Hören oder Hörprobleme bei der Arbeit

Ein Hörschaden durch Lärm schleicht sich ein. Meist merken Sie ihn zuerst in Situationen, in denen viele Geräusche durcheinandergehen. Erkennen Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen?

  • Sie stellen Radio oder Fernseher immer lauter.
  • Sie sprechen selbst lauter, oder andere sagen Ihnen das.
  • Ein Gespräch in der Kantine, im Auto oder am Telefon kostet Mühe.
  • Leise Geräusche und hohe Töne, etwa Vögel oder eine piepende Mikrowelle, hören Sie schlechter.
  • Nach der Arbeit hören Sie ein Piepen, Brummen oder Rauschen, oder Ihre Ohren fühlen sich dumpf an.

Was können Sie dann tun? Sprechen Sie mit Ihrer Führungskraft oder dem Betriebsarzt. Ab 80 dB(A) muss Ihr Arbeitgeber Ihnen eine arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten, ab 85 dB(A) ist sie Pflicht (ArbMedVV, Anhang Teil 3). Der Hörtest dabei zeigt, ob Ihr Gehör nachlässt und ob die Maßnahmen an Ihrem Arbeitsplatz ausreichen. Für Unternehmen bieten wir Hörtests an, mit denen ein ganzes Team in einem Durchgang getestet werden kann; für Teams ab 3 Personen prüfen wir gerne einen Besuch vor Ort.

Merken Sie, dass Sie schlechter hören, sorgen Sie auch dafür, dass es nicht schlimmer wird: Tragen Sie im Lärm Gehörschutz, auch bei kurzen Arbeiten.

Achtung

Hören Sie plötzlich deutlich schlechter, haben Sie starke Schmerzen, Fieber, Ausfluss aus dem Ohr oder Schwindel? Warten Sie nicht bis zur nächsten Vorsorge, sondern wenden Sie sich noch am selben Tag an Ihre Hausarzt- oder HNO-Praxis, außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Was sagt das Gesetz zu Lärm bei der Arbeit?

Arbeitgeber müssen in der Gefährdungsbeurteilung erfassen, wo und bei welchen Tätigkeiten Risiken bestehen, Maßnahmen treffen und prüfen, ob sie wirken. Für Lärm stehen die Regeln in der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV):

  • Ab einem Tages-Lärmexpositionspegel von 80 dB(A) stellt der Arbeitgeber Gehörschutz zur Verfügung und unterweist die Beschäftigten über die Risiken von Lärm.
  • Ab 85 dB(A) müssen die Beschäftigten Gehörschutz tragen. Der Arbeitgeber stellt dann ein Programm mit Maßnahmen zur Lärmminderung auf und kennzeichnet die Lärmbereiche.
  • Der maximal zulässige Expositionswert liegt bei 85 dB(A), gemessen am Ohr, also mit Gehörschutz. Wird er überschritten, muss der Lärm sofort sinken.
  • Ab 80 dB(A) muss der Arbeitgeber eine arbeitsmedizinische Vorsorge anbieten, ab 85 dB(A) ist sie Pflicht.

Auch Beschäftigte haben Pflichten: Wer ab 85 dB(A) arbeitet, muss den Gehörschutz auch wirklich tragen. Alle Werte, die Spitzenwerte in dB(C) und wer was bezahlt, lesen Sie in Wann ist Gehörschutz Pflicht?.

Wie beugen Sie Hörschäden bei der Arbeit vor?

Das Gesetz rechnet mit einem Arbeitstag von acht Stunden. Wer kürzer im Lärm arbeitet, senkt die Dosis: Halbiert sich die Zeit, sinkt der Tagespegel um 3 dB(A). Arbeiten Sie zum Beispiel 4 Stunden bei 83 dB(A) und den Rest des Tages in Ruhe, kommen Sie auf dieselbe Dosis wie bei 8 Stunden mit 80 dB(A).

Ein Arbeitgeber kann den Lärm auf verschiedene Weise angehen:

  • leisere Maschinen und Verfahren wählen
  • Maschinen in schalldämmende Gehäuse stellen
  • Beschäftigte in schallgedämmten Kabinen arbeiten lassen
  • die Zeit im Lärm so weit wie möglich begrenzen

Drei Tipps, die oft vergessen werden:

  • Wählen Sie bei Ersatz leisere Maschinen. Elektrische oder Hybridmaschinen sind oft deutlich leiser als Maschinen mit Verbrennungsmotor. Wer ohnehin elektrifiziert, gewinnt so auch beim Gehörschutz.
  • Warten Sie die Ausrüstung gut. Eine gut geschmierte Maschine macht weniger Lärm als eine alte oder schlecht gewartete. Ersetzen Sie verschlissene Teile rechtzeitig.
  • Wechseln Sie die Aufgaben. Wechseln Sie laute Arbeit mit leiserer ab, damit nicht immer dieselben Leute an den lautesten Maschinen stehen. Auch effizientere Arbeitsabläufe verkürzen die Zeit im Lärm.

Als Beschäftigte oder Beschäftigter können Sie mit Ihrem Arbeitgeber über diese Maßnahmen sprechen. Wissen Sie nicht genau, wie laut es an Ihrem Arbeitsplatz ist? Mit einer Geräuschmessung erfassen wir den Pegel je Arbeitsplatz.

Sind diese Maßnahmen nicht (sofort) möglich oder reichen sie nicht aus, ist Gehörschutz nötig. Arbeitgeber und Beschäftigte unterschätzen oft, wie laut es im Betrieb ist. Im Bau und in der Industrie ist Gehörschutz üblich, in der Pflege, der Gastronomie und an Schulen wird er trotz hoher Pegel deutlich seltener getragen.

Gehörschutz bei der Arbeit

Maßgefertigte Ohrstöpsel, auch Otoplastiken genannt, werden nach einem Abdruck Ihres Ohrs gefertigt. Weil sie genau passen, schließen sie gut ab und sitzen auch nach einem vollen Arbeitstag noch bequem. Sie wählen zwischen hartem und weichem Material.

Im Ohrstöpsel sitzt ein austauschbarer Filter. Unser Custom Work dämmt je nach Filter und Material mit einem SNR von 17 bis 31 dB, mit dem Click-Filter bis 34 dB. So wählen Sie für jeden Arbeitsplatz die passende Dämmung und hören Kollegen und Warnsignale weiterhin. Otoplastiken sind klein, fallen kaum auf, und Sie erhalten mindestens 2 Jahre Garantie. Alle Optionen finden Sie unter Gehörschutz für die Arbeit.

Für ArbeitgeberSchützen Sie das Gehör Ihres TeamsFür Teams ab 3 Personen prüfen wir gerne einen Besuch vor Ort. Fordern Sie unverbindlich ein Angebot an. Angebot anfordern

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FAQ

Vor allem Berufe mit Maschinen oder lauter Musik: der Bau, die Metall- und Holzbearbeitung, die Industrie, die Landwirtschaft, Bundeswehr und Polizei, der Transport und das Nachtleben mit Barpersonal, DJs und Musikern. Weniger bekannt ist das Risiko in Sporthallen, Schwimmbädern und Kitas, wo Nachhall und Stimmen den Pegel stark ansteigen lassen.

Bleibender Hörverlust und Tinnitus, die beide nicht heilbar sind. Dazu kommen Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Stress sowie ein höheres Unfallrisiko, weil Sie Warnsignale oder Kollegen schlechter hören.

Sprechen Sie mit Ihrer Führungskraft oder dem Betriebsarzt. Ab 80 dB(A) muss Ihr Arbeitgeber Ihnen eine arbeitsmedizinische Vorsorge mit Hörtest anbieten, ab 85 dB(A) ist sie Pflicht. Hören Sie plötzlich deutlich schlechter, haben Sie starke Schmerzen oder Schwindel, wenden Sie sich noch am selben Tag an Ihre Hausarzt- oder HNO-Praxis, außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

Das Risiko beginnt bei einem Tages-Lärmexpositionspegel von 80 dB(A) über 8 Stunden. Ab diesem Wert muss Ihr Arbeitgeber Gehörschutz zur Verfügung stellen, ab 85 dB(A) müssen Sie ihn tragen. Jede 3 dB mehr halbieren die Zeit, in der Sie dieselbe Dosis abbekommen.

Ja. Lärmschwerhörigkeit ist in Deutschland als Berufskrankheit Nr. 2301 der Berufskrankheiten-Verordnung anerkannt. Zuständig sind die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen. Auch in den Niederlanden gehört sie zu den drei am häufigsten gemeldeten Berufskrankheiten.

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