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Surf-Ohrstöpsel: So beugen Sie dem Surferohr mit dem richtigen Schutz vor

Audinc 23. Jan. 2026 zuletzt aktualisiert 25. Okt. 2026
Surf-Ohrstöpsel: So beugen Sie dem Surferohr mit dem richtigen Schutz vor

Was ist ein Surferohr, wer ist gefährdet und wie beugen Sie vor? Lesen Sie, was kaltes Wasser und Wind mit Ihrem Gehörgang machen und welche Surf-Ohrstöpsel Ihre Ohren trocken und warm halten.

Machen Sie den nächsten Schritt für Ihr Gehör

Surfen, Kitesurfen oder Windsurfen in kaltem Wasser und bei starkem Wind ist großartig, aber Ihr Gehörgang leidet auf Dauer darunter. Eine häufige Folge ist das Surferohr: Knochenwachstum im Gehörgang, das ihn langsam enger macht. In diesem Artikel lesen Sie, was ein Surferohr ist, wie es verläuft, wer gefährdet ist und wie Sie mit den richtigen Surf-Ohrstöpseln vorbeugen.

Kurz gesagt

  • Ein Surferohr (Exostosen) ist Knochenwachstum im Gehörgang durch jahrelanges kaltes Wasser und Wind.
  • Das Risiko steigt mit jedem Jahr, in dem Sie surfen, und ist in kaltem Wasser größer. Bei deutschen Wind- und Kitesurfern an Nord- und Ostsee fanden Forscher es in drei Vierteln der Ohren.
  • Es bildet sich nicht von selbst zurück. In schweren Fällen entfernt eine HNO-Ärztin oder ein HNO-Arzt den Knochen operativ.
  • Vorbeugen heißt: Gehörgang trocken und warm halten, mit Ohrstöpseln und in kaltem Wasser mit Kappe oder Haube.

Was ist ein Surferohr?

Beim Surferohr wächst als Reaktion auf kaltes Wasser und Wind Knochen in Ihrem Gehörgang. Der medizinische Name lautet Exostosen des äußeren Gehörgangs. Ihr Körper versucht, den Knochen rund um den Gehörgang vor der Kälte zu schützen, und bildet langsam zusätzliche Knochensubstanz. Dadurch wird der Gehörgang immer enger.

Ein Surferohr ist etwas anderes als ein Schwimmerohr. Ein Schwimmerohr ist eine Entzündung der Haut, die innerhalb weniger Tage auftritt. Ein Surferohr entsteht über Jahre. Beides hängt aber zusammen: In einem engeren Gehörgang bleiben Wasser und Ohrenschmalz schneller hängen, und dann bekommen Sie leichter eine Entzündung. Wie Sie ein Schwimmerohr erkennen und behandeln, lesen Sie in Schwimmerohr und Ohrenschmerzen nach dem Schwimmen.

Wie verläuft ein Surferohr?

Am Anfang merken Sie nichts. Erst wenn der Gehörgang deutlich enger geworden ist, bekommen Sie Beschwerden:

  • Wasser, das nach dem Surfen lange im Ohr bleibt;
  • ein dumpfes oder verstopftes Gefühl, vor allem nach einer Session;
  • wiederkehrende Ohrentzündungen;
  • Ohrenschmerzen;
  • schlechteres Hören, wenn der Gehörgang fast verschlossen ist.

Ein Surferohr können Sie nicht selbst feststellen. Ihre Hausarzt- oder HNO-Praxis sieht das Knochenwachstum beim Blick ins Ohr. Solange es keine Beschwerden macht, ist meist keine Behandlung nötig. Der Knochen verschwindet aber nicht von selbst und wächst weiter, wenn Sie ohne Schutz surfen. Verschließt er den Gehörgang fast ganz, oder haben Sie anhaltend Entzündungen oder Hörverlust, kann eine HNO-Ärztin oder ein HNO-Arzt ihn operativ entfernen. Danach müssen Sie einige Wochen aus dem Wasser bleiben, und ohne Schutz kann er wiederkommen.

Wer ist gefährdet?

Jeder, der regelmäßig surft, kitesurft oder windsurft, kann ein Surferohr entwickeln. Zwei Faktoren wiegen am schwersten: wie kalt das Wasser ist und wie lange und wie oft Sie darin sind.

5,8×

so hohes Risiko für Surfer, die vor allem in kaltem Wasser surfen (Kroon u. a., 2002).

+12 %

zusätzliches Risiko pro Jahr, in dem Sie surfen, in derselben Studie mit 202 Surfern.

75 %

der untersuchten Ohren deutscher Wind- und Kitesurfer an Nord- und Ostsee zeigten Knochenwachstum (Wegener u. a., 2022).

Die letzte Studie ist für Wassersportler in Deutschland besonders aufschlussreich, denn sie wurde genau hier gemacht: an deutschen Wind- und Kitesurfern, in kaltem Wasser und bei viel Wind. Die Forscher stellten außerdem fest, dass das Knochenwachstum bei Wind- und Kitesurfern schneller voranschreitet als bei Wellenreitern. Sie vermuten, dass der Wind den Gehörgang zusätzlich abkühlt, weil das Wasser darin verdunstet. Freizeitsportler, die nur ein paar Mal im Jahr ins Wasser gehen, sind weniger gefährdet, aber auch bei ihnen zählt jedes Jahr.

Wie beugen Sie einem Surferohr vor?

Am besten beugen Sie einem Surferohr vor, indem Sie Ihren Gehörgang vor Wasser, Kälte und Wind schützen.

  1. 1Tragen Sie Surf-Ohrstöpsel. Ohrstöpsel, die den Gehörgang verschließen, halten kaltes Wasser und Wind draußen. Maßgefertigt schließen sie am besten ab und bleiben sitzen.
  2. 2Tragen Sie in kaltem Wasser eine Neoprenkappe oder -haube. Sie bedeckt Ohren und Nacken und hält den Wind ab. Besonders beim Kite- und Windsurfen merken Sie das.
  3. 3Wärmen Sie sich auf, wenn die Ohren kalt werden oder schmerzen. Je länger Sie in kaltem Wasser und starkem Wind sind, desto stärker ist der Reiz.
  4. 4Halten Sie den Gehörgang trocken. Neigen Sie nach dem Surfen den Kopf, damit das Wasser herausläuft, und trocknen Sie die Außenseite des Ohrs mit einem Handtuch ab. Keine Wattestäbchen.

Surf-Ohrstöpsel nach Maß: die Dry Ears

Universelle Stöpsel aus dem Surfshop tun eine Zeit lang ihren Dienst, haben aber eine Standardgröße. Bleibt ein Spalt offen, läuft doch kaltes Wasser hinein, und bei einem Waschgang lösen sie sich leicht. Deshalb fertigen wir die Dry Ears nach einem Abdruck Ihres Ohrs.

  • Wasserfilter mit etwa 5 dB Dämpfung. Wasser und Wind bleiben draußen, aber die Wellen, Ihren Surflehrer und andere Surfer hören Sie ganz normal.
  • Abnehmbare Kordel mit Clip. Fürs Surfen und Kiten, damit die Stöpsel bei Ihnen bleiben, wenn Sie stürzen.
  • Weiches, schwimmfähiges Silikon. Bequem unter einer Haube, und ein Stöpsel, der sich doch löst, bleibt auf dem Wasser.
  • Gefertigt in unserem 3D-Labor in Eindhoven. Produktionszeit 15 Arbeitstage ab Eingang der Abdrücke, Express ist möglich. Mindestens 2 Jahre Garantie und 6 Monate Komfortgarantie.

Die Dry Ears kosten 119,95 €. Den Ohrabdruck lassen Sie bei einem Hörakustiker in Ihrer Nähe anfertigen (diese Kosten sind nicht im Preis enthalten) und schicken ihn uns; so funktioniert die Bestellung aus Deutschland. Spülen Sie die Stöpsel nach einer Session im Meer mit Leitungswasser ab und lassen Sie sie gut trocknen; mehr Tipps lesen Sie in Ohrstöpsel reinigen. Möchten Sie im Wasser auch Musik hören? Dann lesen Sie Musik hören beim Schwimmen.

Achtung

Haben Sie nach einem harten Sturz aufs Wasser plötzlich Schmerzen, Blut aus dem Ohr oder hören Sie auf einmal deutlich schlechter? Dann kann Ihr Trommelfell verletzt sein. Gehen Sie nicht mehr ins Wasser und wenden Sie sich an Ihre Hausarzt- oder HNO-Praxis, bei starken Schmerzen oder plötzlich schlechtem Hören noch am selben Tag, außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

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FAQ

Ja. Die Dry Ears haben einen Wasserfilter, der den Schall nur um etwa 5 dB dämpft. Wasser und kalter Wind bleiben draußen, Wellen, Wind und andere Surfer hören Sie aber ganz normal.

Maßgefertigte Ohrstöpsel sitzen viel fester als universelle Stöpsel, weil sie genau der Form Ihres Gehörgangs folgen. Fürs Surfen und Kiten gibt es sie außerdem mit abnehmbarer Kordel mit Clip, damit sie bei Ihnen bleiben, falls doch einer herausrutscht. In der schwimmfähigen Ausführung bleiben sie auch auf dem Wasser.

Ein Surferohr ist Knochenwachstum im Gehörgang, das über Jahre durch kaltes Wasser und Wind entsteht. Ein Schwimmerohr ist eine Entzündung der Haut im Gehörgang, die innerhalb von Tagen durch stehendes Wasser auftritt. Ein Surferohr macht den Gehörgang enger, wodurch Sie schneller ein Schwimmerohr bekommen.

Nein. Das Knochenwachstum bildet sich nicht von selbst zurück. Solange es keine Beschwerden macht, ist meist keine Behandlung nötig, aber es wächst weiter, wenn Sie ohne Schutz surfen. Verschließt es den Gehörgang fast ganz oder haben Sie immer wieder Entzündungen oder Hörverlust, kann eine HNO-Ärztin oder ein HNO-Arzt den Knochen operativ entfernen.

Eine Kappe oder Haube schützt Ihre Ohren vor Wind und Kälte und hilft deshalb mit. Das Wasser hält sie aber nicht aus dem Gehörgang. Am besten schützt die Kombination aus gut abschließenden Ohrstöpseln und, in kaltem Wasser, einer Kappe oder Haube.

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