Piepen oder Pfeifen im Ohr
- Klingt wie
- Ein klarer, anhaltender Ton – wie der Testbild-Pfeifton im Fernsehen früher oder ein Wasserkessel in der Ferne.
- Häufig bei
- Die häufigste Form. Oft nach Lärm oder durch das Altern des Gehörs.
Piepen, Rauschen, Brummen oder Pochen im Ohr – Tinnitus klingt bei jedem anders. Hören Sie sich die Beispielgeräusche an, wählen Sie das Geräusch, das Ihrem am nächsten kommt, und finden Sie heraus, welche Form von Ohrgeräuschen zu Ihnen passt. Dazu erklären wir, wie Tinnitus entsteht und wie Sie verhindern, dass er schlimmer wird.
Quelle: Deutsche Tinnitus-Liga, nach Biswas et al. (The Lancet Regional Health – Europe, 2022)
Acht kurze Schritte. Sie hören Beispielgeräusche, die wir live in Ihrem Browser erzeugen – es wird nichts aufgenommen oder gespeichert.
Tinnitus-Test
Tinnitus – auf Deutsch Ohrgeräusche oder Ohrensausen – bedeutet, dass Sie ein Geräusch hören, für das es keine äußere Schallquelle gibt. Es kann piepen, sausen, zischen, brummen, summen oder pochen; in einem Ohr, in beiden Ohren oder mitten im Kopf. Tinnitus ist keine eigene Krankheit, sondern ein Signal: Irgendwo in Ihrem Gehör hat sich etwas verändert, oft durch einen Hörschaden.
Bei den allermeisten Menschen ist Tinnitus subjektiv: Nur Sie selbst hören ihn. Er entsteht meist nicht im Ohr, sondern im Gehirn. Werden die Haarzellen in der Hörschnecke geschädigt, kommt für bestimmte Tonhöhen weniger Signal an. Das Gehirn versucht, das auszugleichen, und dreht die Empfindlichkeit für diese Tonhöhen hoch – so wie ein Radio rauscht, wenn der Sender wegbricht. Dieses verstärkte Signal hören Sie als Tinnitus. Lesen Sie mehr darüber, warum die Ursache vor allem im Gehirn liegt.
Seltener ist objektiver Tinnitus: ein Geräusch, das tatsächlich im Körper entsteht, etwa Blut, das an einem verengten Gefäß vorbeiströmt, oder ein zuckender kleiner Muskel. Eine Ärztin oder ein Arzt kann es manchmal mit dem Stethoskop hören. Pulsierender Tinnitus gehört oft zu dieser Gruppe – hören Sie unten, wie er klingt.
In vier Schritten vom Geräusch zum Piepen. Klicken Sie sich durch die Schritte oder hören Sie mit.
Schritt 1 / 4
Schallwellen wandern durch den Gehörgang und bringen das Trommelfell zum Schwingen. Drei winzige Gehörknöchelchen geben diese Schwingung an die Hörschnecke weiter.
So klingt die Welt mit gesundem Gehör: klar, mit allen hohen Tönen.
Schritt 2 / 4
In der Hörschnecke sitzen Tausende Haarzellen, jede für eine eigene Tonhöhe: vorne die hohen, hinten die tiefen. Sie wandeln die Schwingung in Nervensignale um, die über den Hörnerv ins Gehirn gelangen.
Jede Tonhöhe hat ihre eigenen Haarzellen. Gemeinsam geben sie dem Gehirn das vollständige Geräusch weiter.
Schritt 3 / 4
Zu lauter oder zu langer Lärm knickt die Haarzellen, meist zuerst die für die hohen Töne (3.000–6.000 Hz). Sie wachsen nicht nach – für diese Tonhöhen kommt also weniger Signal an.
Nach einem Schaden klingt alles dumpfer: Die hohen Töne kommen schlechter durch.
Schritt 4 / 4
Das Gehirn merkt, dass Signale fehlen, und verstärkt gerade diese Tonhöhen. Dieses verstärkte „Rauschen“ der Nerven hören Sie als Piepen, Sausen oder Brummen: Tinnitus.
Und dann kommt das Piepen dazu: ein Geräusch, das Ihr Gehirn selbst erzeugt – genau dort, wo Signale fehlen.
Ihre Hörschnecke ist aufgebaut wie ein Klavier: Am Anfang nehmen Haarzellen die hohen Töne auf, tief in der Spirale die tiefen. Fahren Sie über das Spektrum und hören Sie, wo jede Tonhöhe ankommt.
6.000 Hz
Hier schlägt Lärm zuerst zu
Starten Sie den Ton und drücken Sie die Taste, sobald Sie nichts mehr hören.
Piepen, Rauschen, Brummen oder Pochen im Ohr: Das sind die häufigsten Tinnitus-Geräusche. Tippen Sie auf ein Geräusch, um es anzuhören. Stellen Sie die Lautstärke vorher leise – manche Töne sind schrill.
Oft lässt sich nicht die eine Ursache benennen. Das sind die bekanntesten.
Die wichtigste Ursache, die Sie selbst vermeiden können. Konzerte, Festivals, Clubs, Lärm bei der Arbeit, laute Knalle und Kopfhörer auf voller Lautstärke schädigen die Haarzellen in der Hörschnecke. Diese wachsen nicht nach.
Ab etwa 40 lässt das Gehör für hohe Töne langsam nach (Altersschwerhörigkeit). Deshalb tritt Tinnitus im höheren Alter häufiger auf.
Ein Ohrenschmalzpfropfen, Flüssigkeit hinter dem Trommelfell oder eine Erkältung können Rauschen und ein dumpfes Gefühl verursachen. Das lässt sich oft gut beheben.
Stress allein löst Tinnitus selten aus, macht bestehende Ohrgeräusche aber oft lauter und auffälliger. Bei Schlafmangel ist es genauso.
Verspannungen in Kiefer- und Nackenmuskeln, Zähneknirschen oder ein Schleudertrauma können das Geräusch beeinflussen. Verändert es sich, wenn Sie die Zähne zusammenbeißen? Dann spielt das möglicherweise eine Rolle.
Manche Medikamente können Ohrgeräusche auslösen, etwa hoch dosiertes ASS (Aspirin), bestimmte Antibiotika, Entwässerungsmittel und Chemotherapie. Setzen Sie nichts eigenmächtig ab: Sprechen Sie mit Ihrer Arztpraxis oder Apotheke.
Ein pochendes Geräusch im Rhythmus des Herzens kann mit den Blutgefäßen rund um das Ohr zusammenhängen. Lassen Sie das immer ärztlich abklären.
Eine Erkrankung des Innenohrs mit Anfällen von Drehschwindel, einem Druckgefühl im Ohr, schwankendem Hörvermögen und oft einem tiefen Brummton.
Tinnitus vorbeugen beginnt bei Ihrer Lärmdosis. Alle 3 dB mehr halbieren die Zeit, die Ihre Ohren aushalten (wie viele Dezibel sind schädlich?). Wählen Sie eine Situation und sehen Sie, was Gehörschutz bewirkt.
Zum Vergleich: Ein durchschnittlicher Festivaltag dauert 6 bis 10 Stunden.
Rechenbeispiel auf Basis von 80 dB(A) über 8 Stunden (der untere Auslösewert der Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung, siehe wann Gehörschutz Pflicht ist) und der 3-dB-Regel. Richtwerte; die tatsächliche Dämmung hängt von Filter und Passform ab.
In der Stille hat Ihr Gehirn nichts anderes, worauf es achten kann – also fällt das Piepen erst recht auf. Ein leises Hintergrundgeräusch macht es weniger auffällig. Probieren Sie es selbst: Schalten Sie den Tinnitus-Ton ein und fügen Sie dann ein Hintergrundgeräusch hinzu.
Beispielton mit 6.000 Hz – machen Sie den Test, um Ihren eigenen Ton zu verwenden
In der Stille bekommt der Ton die ganze Aufmerksamkeit. So klingt Tinnitus für viele Menschen abends im Bett.
Sechs Aussagen, die wir oft hören. Was meinen Sie?
01
Stimmt nicht. Das Piepen ist eine Warnung, dass Ihre Ohren überlastet waren. Wiederholt sich das, können dauerhafte Schäden entstehen – manchmal sogar „versteckte“ Schäden, die ein normaler Hörtest noch nicht zeigt.
02
Stimmt. Oft beginnt es mit einem Schaden im Ohr, aber das Geräusch, das Sie hören, erzeugt Ihr Gehirn, das das schwächere Signal auszugleichen versucht.
03
Stimmt nicht. Im Gegenteil: In zusätzlicher Stille wird Ihr Gehör empfindlicher und der Tinnitus fällt stärker auf. Schützen Sie Ihre Ohren bei lautem Lärm und lassen Sie sie in ruhigen Situationen einfach frei.
04
Stimmt nicht. Noch nicht. Es helfen aber Geräuschanreicherung, psychologische Unterstützung, ein Hörgerät bei Hörverlust und die Behandlung von Ursachen wie Ohrenschmalz oder einer Entzündung.
05
Stimmt. Stress versetzt Ihr Gehirn in Alarmbereitschaft, dadurch fällt das Geräusch stärker auf. Ruhe und ein guter Schlafrhythmus helfen, es in den Hintergrund zu schieben.
06
Stimmt nicht. Immer mehr junge Menschen haben Tinnitus, vor allem durch laute Musik über Kopfhörer, in Clubs und auf Festivals.
Eine Tablette, die Tinnitus beseitigt, gibt es (noch) nicht. Es gibt aber viele Wege, das Geräusch in den Hintergrund zu rücken – und bei den meisten Menschen nimmt die Belastung mit der Zeit deutlich ab.
Erste Anlaufstelle ist Ihre Hausarztpraxis; Sie können auch direkt in eine HNO-Praxis gehen. Dort wird geprüft, ob Ohrenschmalz, eine Entzündung oder Flüssigkeit hinter dem Trommelfell dahintersteckt.
Tinnitus geht oft mit (beginnendem) Hörverlust einher. Ein Hörtest in der HNO-Praxis oder beim Hörakustiker zeigt, wo er liegt. Manchmal hilft ein Hörgerät auch gegen den Tinnitus. Arbeiten Sie im Lärm, kann Ihr Arbeitgeber einen Hörtest vor Ort durchführen lassen.
Ein leises Hintergrundgeräusch – ein Ventilator, Regen, leise Musik – macht den Tinnitus weniger auffällig. Das hilft vor allem beim Einschlafen – probieren Sie es oben aus.
Stress und Schlafmangel verstärken Tinnitus. Entspannung, Bewegung und ein fester Schlafrhythmus helfen Ihrem Gehirn, das Geräusch zu überhören.
Tinnitus-Sprechstunden in Kliniken und psychotherapeutische Praxen bieten etwa eine kognitive Verhaltenstherapie an: Sie lernen, anders mit dem Geräusch umzugehen. Bei der Deutschen Tinnitus-Liga finden Sie Selbsthilfegruppen und andere Betroffene.
Neue Lärmschäden können Tinnitus lauter machen. Schützen Sie Ihre Ohren bei lautem Lärm mit maßgefertigten Ohrstöpseln – und nur dann: In ruhigen Situationen gerade nicht.
Diese Seite wurde vom Team von Audinc auf Grundlage der unten genannten Quellen geschrieben. Sie bietet allgemeine Informationen und ersetzt keine ärztliche Beratung.
Lärmschäden sind dauerhaft, lassen sich aber vermeiden. Maßgefertigte Ohrstöpsel mit Filter senken die Lautstärke auf ein sicheres Maß, während Sie Musik und Stimmen weiterhin klar hören. Und weil sie genau passen, tragen Sie sie auch wirklich. Wählen Sie ein Modell für Musik und Festivals, die Arbeit oder das Motorrad. Eine Filiale in Deutschland haben wir noch nicht: Sie lassen Ihre Ohrabdrücke bei einem Hörakustiker in Ihrer Nähe anfertigen und schicken sie uns.
Tinnitus: Ursache liegt im Gehirn statt im Gehör
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Ohrstöpsel zum Ausgehen: Gehörschutz im Nachtleben
Tinnitus, auch Ohrgeräusche oder Ohrensausen genannt, bedeutet, dass Sie ein Geräusch hören, ohne dass es eine Schallquelle gibt: ein Piepen, Sausen, Brummen, Summen oder Pochen. Meist entsteht er, weil das Gehirn das Signal für Tonhöhen verstärkt, bei denen das Ohr weniger liefert, zum Beispiel nach einem Lärmschaden. Laut Deutscher Tinnitus-Liga haben rund 10 Millionen Menschen in Deutschland schon einmal Tinnitus erlebt.
Es gibt keinen: Tinnitus ist der medizinische Begriff, Ohrgeräusche und Ohrensausen sind die deutschen Wörter dafür. Alle drei bedeuten, dass Sie ein Geräusch hören, für das es keine Schallquelle gibt – ob es piept, rauscht, brummt oder pocht.
Hören Sie regelmäßig ein Piepen, Rauschen oder Brummen, das niemand sonst hört, dann haben Sie Tinnitus. Mit dem Tinnitus-Test auf dieser Seite finden Sie heraus, welches Geräusch am besten passt. In der HNO-Praxis lassen sich Ihr Gehör und der Tinnitus anschließend genau messen.
Ein kurzes Piepen von ein paar Sekunden, das von selbst verklingt, ist ganz normal und harmlos. Hören Sie das Piepen nach einem Konzert, Festival oder lauten Knall, sind Ihre Ohren überlastet: Gönnen Sie ihnen Ruhe. Bleibt das Piepen oder hören Sie gleichzeitig auf einer Seite schlechter, melden Sie sich noch am selben Tag in Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis.
Bei jedem anders. Am häufigsten ist ein hohes Piepen oder Pfeifen im Ohr. Andere hören Zischen, Rauschen, Brummen, Summen, Klicken oder ein Pochen im Takt des Herzschlags. Auf dieser Seite können Sie sich alle Arten anhören und mit dem Tinnitus-Test herausfinden, welches Geräusch am besten passt.
Die bekannteste Ursache ist ein Lärmschaden durch Konzerte, Festivals, die Arbeit oder zu laute Kopfhörer. Auch das Altern des Gehörs, ein Ohrenschmalzpfropfen, eine Erkältung, Stress, Verspannungen in Kiefer oder Nacken, manche Medikamente und die Blutgefäße rund um das Ohr können eine Rolle spielen. Oft lässt sich nicht die eine Ursache benennen.
Ein Medikament, das Tinnitus heilt, gibt es (noch) nicht. Manchmal lässt sich aber die Ursache behandeln, etwa Ohrenschmalz, eine Entzündung oder Flüssigkeit hinter dem Trommelfell. Bei bleibendem Tinnitus helfen Geräuschanreicherung, ein Hörgerät bei Hörverlust und psychologische Unterstützung wie eine kognitive Verhaltenstherapie. Damit nimmt die Belastung bei den meisten Menschen deutlich ab.
Vorübergehender Tinnitus nach einem lauten Abend verschwindet meist innerhalb eines Tages. Auch Ohrgeräusche durch eine Erkältung oder Ohrenschmalz klingen oft ab, sobald die Ursache weg ist. Halten sie länger als drei Monate an, spricht man von chronischem Tinnitus. Er verschwindet meist nicht ganz, aber die Belastung nimmt bei den meisten Menschen ab.
Ja. Vor allem vorübergehender Tinnitus nach lautem Lärm, nach einer Erkältung oder durch Ohrenschmalz kann plötzlich verschwinden, sobald die Ursache weg ist. Auch chronischer Tinnitus kann von Tag zu Tag stark schwanken oder eine Zeit lang kaum hörbar sein. Kommt er nach lautem Lärm zurück, ist das ein Zeichen, Ihre Ohren besser zu schützen.
Ja. Neue Lärmschäden können Tinnitus lauter machen oder einen neuen Ton hinzufügen. Auch Stress und Schlafmangel verstärken ihn oft vorübergehend. Schützen Sie Ihre Ohren deshalb gut bei lautem Lärm, zum Beispiel mit maßgefertigten Ohrstöpseln.
Manchmal, vor allem bei einem pochenden oder rauschenden Geräusch im Rhythmus des Herzschlags. Dann können der Blutdruck oder die Blutgefäße rund um das Ohr beteiligt sein, etwa eine Verengung. Bei den meisten Formen von Tinnitus ist der Blutdruck nicht die Ursache. Hören Sie Ihren Herzschlag im Ohr, lassen Sie das immer ärztlich abklären.
Meiden Sie völlige Stille, denn dann fällt das Geräusch erst recht auf. Drehen Sie Musik nicht laut auf, um den Tinnitus zu übertönen, tragen Sie keine Ohrstöpsel in ruhigen Situationen und hantieren Sie nicht mit Wattestäbchen im Ohr. Und suchen Sie nicht weiter nach Wundermitteln: Eine Tablette oder ein Nahrungsergänzungsmittel, das Tinnitus heilt, gibt es (noch) nicht.
Stress allein löst Tinnitus selten aus, macht das Geräusch aber lauter und auffälliger. Entspannung, Bewegung, ein fester Schlafrhythmus und ein leises Hintergrundgeräusch helfen Ihrem Gehirn, es in den Hintergrund zu schieben. Bestimmt es weiterhin Ihren Alltag, sprechen Sie mit Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis; eine kognitive Verhaltenstherapie hilft vielen Menschen gut.
In einem stillen Schlafzimmer hat Ihr Gehirn nichts anderes, worauf es achten kann – also fällt der Tinnitus erst recht auf. Ein leises Hintergrundgeräusch wie ein Ventilator, Regen oder leise Musik macht ihn weniger auffällig. Im Modul Stille macht Tinnitus lauter hören Sie den Unterschied selbst.
Oft ist die Ursache harmlos, etwa Ohrenschmalz, eine Erkältung oder Lärm, der vor allem auf einer Seite ankam. Hält es an, lassen Sie es ärztlich abklären. Ist es plötzlich aufgetreten und hören Sie auf dieser Seite auch schlechter, melden Sie sich noch am selben Tag in Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis.
Ihr Gleichgewichtsorgan liegt im Innenohr direkt neben der Hörschnecke, deshalb können Beschwerden gemeinsam auftreten, zum Beispiel bei Morbus Menière oder einer Entzündung im Innenohr. Haben Sie Ohrgeräusche zusammen mit (Dreh-)Schwindel, einem Druckgefühl oder schwankendem Hörvermögen, gehen Sie zu Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis.
Das hängt von der Ursache ab. Kommt das Rauschen von einem Ohrenschmalzpfropfen, verschwindet es oft, sobald das Ohr frei ist. Nach einer Erkältung klingt es meist von selbst ab. Bleibt das Rauschen, hilft ein leises Hintergrundgeräusch, es in den Hintergrund zu rücken.
Meistens ja. Eine Erkältung oder Mittelohrentzündung kann Unterdruck oder Flüssigkeit hinter dem Trommelfell verursachen, wodurch Sie ein Rauschen und ein dumpfes Gefühl bekommen. Das klingt oft innerhalb weniger Wochen von selbst ab. Dauert es länger oder bekommen Sie Ohrenschmerzen oder Fieber, gehen Sie zu Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis.
Immer bei plötzlichen Ohrgeräuschen mit schlechterem Hören (noch am selben Tag), bei einem pochenden Geräusch im Takt des Herzschlags, bei einseitigem Tinnitus, der nicht weggeht, und bei Schwindel, Ohrenschmerzen oder Flüssigkeit aus dem Ohr. Und natürlich, wenn das Geräusch Ihren Schlaf oder Alltag stark beeinträchtigt.
Ohrstöpsel heilen Tinnitus nicht, aber sie verhindern, dass er schlimmer wird, weil sie Ihre Ohren vor neuen Lärmschäden schützen. Tragen Sie sie bei lautem Lärm, nicht den ganzen Tag in ruhigen Situationen: Sonst wird Ihr Gehör empfindlicher und der Tinnitus fällt stärker auf. Mit maßgefertigten Ohrstöpseln mit Filter wie den Custom Music bleibt Musik klar, während die Lautstärke sicher sinkt.
Ja. Ein Ohrenschmalzpfropfen kann ein dumpfes Gefühl und Rauschen verursachen. Verwenden Sie keine Wattestäbchen, denn damit schieben Sie das Ohrenschmalz nur tiefer hinein. Entfernen lassen können Sie einen Pfropfen in Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis.
Es gibt kein Vitamin und kein Nahrungsergänzungsmittel, das nachweislich gegen Tinnitus hilft. Vermuten Sie einen Mangel, etwa an Vitamin B12, lassen Sie das in Ihrer Hausarztpraxis prüfen, statt selbst Mittel zu kaufen.
Nein. Der Test hilft Ihnen, das Geräusch zu beschreiben, und gibt Ihnen Orientierung und Tipps, ersetzt aber keine Untersuchung. Kopfhörer und Lautsprecher geben nicht jede Tonhöhe gleich gut wieder, die ermittelte Frequenz ist also ein Näherungswert. Sind Sie unsicher oder erkennen Sie ein Warnsignal, gehen Sie zu Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis.
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