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Gehörschutz für Musiker: Warum tragen Sänger Ohrhörer?

Audinc 17. Juni 2018 zuletzt aktualisiert 25. Okt. 2026
Gehörschutz für Musiker: Warum tragen Sänger Ohrhörer?

Sänger und Musiker tragen In-Ear-Monitore, um sich selbst und die Band bei geringerer Bühnenlautstärke gut zu hören. Lesen Sie, wie das funktioniert und wie Musiker ohne In-Ears ihr Gehör schützen.

Machen Sie den nächsten Schritt für Ihr Gehör

Sänger tragen bei Auftritten Ohrhörer, um sich selbst und die Band gut zu hören. Diese Ohrhörer heißen In-Ear-Monitore. Sie bringen einen eigenen Mix direkt ins Ohr, sodass der Sänger Töne und Timing trifft, ohne dass laute Lautsprecher auf der Bühne auf ihn gerichtet sein müssen. Und weil sie den Gehörgang verschließen, halten sie auch einen großen Teil des Saallärms draußen.

Genau hier liegt aber auch eine Falle. Ein In-Ear-Monitor schützt nur, wenn der Mix nicht zu laut ist. Drehen Sie die Lautstärke immer weiter auf, um sich über die Band zu hören, bekommen Ihre Ohren trotzdem zu viel ab, und zwar direkt im Gehörgang.

Kurz gesagt

  • Die Ohrhörer von Sängern sind In-Ear-Monitore: ein eigener Mix aus Stimme und Band, direkt im Ohr.
  • Dadurch kann die Bühnenlautstärke sinken, und der Sänger trifft die Töne besser.
  • Ist der Mix zu laut, schaden auch In-Ears Ihrem Gehör.
  • Spielen Sie ohne In-Ears, tragen Sie Ohrstöpsel mit Musikfilter.

Warum tragen Sänger bei Auftritten Ohrhörer?

Früher standen auf jeder Bühne Monitorboxen, die schrägen Kisten auf dem Boden, die auf die Musiker zeigen. Sie müssen laut genug sein, um über Schlagzeug, Gitarrenverstärker und Saal hinwegzukommen. Das Ergebnis ist eine Bühne, auf der jeder seinen eigenen Monitor lauter haben will, und die Gesamtlautstärke steigt immer weiter.

Mit In-Ear-Monitoren bekommt jeder Musiker einen eigenen Mix ins Ohr. Ein Sänger hört vor allem seine Stimme und etwas von der Band, ein Schlagzeuger dagegen den Bass und den Klick. Das hat einige Vorteile:

  • Sie hören sich selbst klar, auch wenn es im Saal sehr laut ist;
  • Sie bleiben leichter im Ton und im Takt mit der Band;
  • Sie hören an jeder Stelle der Bühne dasselbe, auch wenn Sie sich bewegen;
  • auf der Bühne braucht es weniger laute Monitorboxen.

Schauen Sie sich fast jedes große Konzert an, und Sie sehen sie: Vom Sänger bis zum Schlagzeuger tragen die meisten Künstler In-Ears. Für manche kam dieser Schritt erst nach einem Schaden. Pete Townshend von The Who stieg auf ein In-Ear-Monitorsystem um, nachdem sich sein Tinnitus verschlimmert hatte. Seine Geschichte und die anderer Musiker lesen Sie in Chris Martin und andere bekannte Künstler mit Tinnitus.

Was passiert, wenn die Monitorlautstärke zu hoch ist

In-Ear-Monitore verschließen Ihren Gehörgang. Dadurch hören Sie den Saal viel weniger, und Ihr Mix kann leiser sein, als es eine Monitorbox je erlauben würde. Das funktioniert aber nur, wenn Sie diesen Spielraum auch nutzen.

Sobald Sie den Mix immer lauter stellen, passiert dasselbe wie bei zu lauten Kopfhörern: Ihre Ohren bekommen eine zu hohe Schalldosis. Eine verbreitete Faustregel setzt 80 dB(A) über 8 Stunden als sichere Tagesdosis an. Alle 3 dB mehr halbieren diese Zeit, bei 95 dB ist es also noch eine Viertelstunde. Ein Auftritt mit Soundcheck dauert schnell länger. Wie diese Dosis funktioniert, lesen Sie in Ab wie viel Dezibel ist Lärm schädlich?.

Tipp

Lassen Sie Ihre In-Ears drin, und zwar beide. Nehmen Sie einen heraus, um den Saal zu hören, steht dieses Ohr ungeschützt im Bühnensound, und Sie drehen den anderen Ohrhörer lauter, um den Unterschied auszugleichen. Möchten Sie das Publikum hören, wählen Sie einen In-Ear mit Ambient-Filter, der einen Teil der Umgebungsgeräusche gleichmäßig gedämpft durchlässt.

Welche maßgefertigten In-Ear-Monitore gibt es?

Maßgefertigte In-Ear-Monitore werden nach einem Abdruck Ihrer Ohren gefertigt. Deshalb schließen sie gut ab, bleiben auch bei Bewegung sitzen und isolieren bei unseren Modellen um bis zu etwa 35 dB. Der Unterschied zwischen den Modellen liegt vor allem in der Anzahl der Treiber, der kleinen Lautsprecher in jedem Ohrhörer:

  • der In-Ears Essential hat zwei Treiber pro Ohr und klare Mitten, ein guter Einstieg für Sänger und Gitarristen;
  • der Pro 4 hat vier Treiber und einen Schalter zwischen neutralem und wärmerem Klang;
  • der Pro 6, Pro 8 und Pro 10 bieten ein immer größeres und detailreicheres Klangbild.

Bei jedem Modell können Sie einen Ambient-Filter und einen weichen Flex Tip für empfindliche Ohren wählen, und Sie können die Außenseite mit einem Namen oder Bandlogo gestalten lassen.

Sie spielen ohne In-Ears? Wählen Sie einen Musikfilter

Nicht jeder Musiker spielt mit In-Ear-Monitoren. Im Proberaum, in einer kleinen Band oder im Orchester arbeiten Sie oft einfach mit dem Raumklang oder mit Monitorboxen. Auch dann brauchen Sie Schutz: Proben finden oft in kleinen Räumen statt, in denen der Schall nicht entweichen kann.

Gewöhnliche Ohrstöpsel dämpfen die hohen Töne viel stärker als die tiefen, sodass alles dumpf klingt und Sie sich selbst schlecht hören. Musikern hilft das wenig. Ein Musikfilter dämpft gleichmäßiger, sodass Sie die Nuancen Ihres Instruments weiter hören, nur leiser.

Custom Pure Tones

Ein linearer Filter, der tiefe, mittlere und hohe Töne fast gleich stark dämpft, für den natürlichsten Klang. SNR 10 bis 23 dB, mit dem Click-Upgrade bis 28 dB. Geeignet für Sänger, Keyboarder, Streicher und Bläser. Zum Pure Tones

Custom Music

Ein Röhrchenfilter, der die hohen Töne etwas stärker dämpft, mit stärkeren Filtern: SNR 17 bis 31 dB, mit dem Click-Filter bis 34 dB. Praktisch für Schlagzeuger und alle, die direkt an den Verstärkern stehen. Zum Custom Music

Ob Sie besser einen weichen oder einen harten Ohrstöpsel nehmen, lesen Sie in Harte oder weiche Otoplastiken nach Maß. Alle Optionen für Musiker im Überblick finden Sie bei Gehörschutz für Musik.

Investieren Sie in Ihr Gehör

Ihr Gehör ist genauso Ihr Instrument wie Ihre Gitarre oder Ihre Stimme. Lärmschäden im Innenohr heilen nicht, und Tinnitus geht bei Musikern oft mit diesen Schäden einher. Wer jahrelang spielen will, schützt seine Ohren also von Anfang an.

Für In-Ears und maßgefertigte Ohrstöpsel brauchen wir zuerst einen Abdruck Ihrer Ohren. In Deutschland lassen Sie ihn bei einem Hörakustiker anfertigen und schicken ihn uns. Wie das abläuft, lesen Sie in Ohrstöpsel anpassen: So funktioniert es.

Für MusikerIn-Ears oder Musik-Ohrstöpsel nach MaßWir besprechen mit Ihnen, was zu Ihrem Instrument und Ihrer Bühne passt, und erklären, wie Sie uns Ihre Ohrabdrücke schicken. Kontakt aufnehmen

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Häufig gestellte Fragen

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FAQ

Das sind In-Ear-Monitore. Über diese Ohrhörer hört der Sänger seine eigene Stimme und die Band in einem eigenen Mix, direkt im Ohr. So trifft er Töne und Timing besser, und auf der Bühne braucht es weniger laute Monitorboxen. Weil die Ohrhörer den Gehörgang verschließen, schützen sie außerdem vor dem Lärm im Saal.

Oft, um das Publikum und den Raum besser zu hören, oder weil der Mix im Ohr nicht gut klingt. Der Nachteil: Dieses eine Ohr steht dann ungeschützt im Bühnensound, während der andere Ohrhörer oft lauter gestellt wird, um dagegen anzukommen. Ein In-Ear mit Ambient-Filter lässt einen Teil der Umgebungsgeräusche durch, sodass Sie beide Ohrhörer drin lassen können.

Das hängt vor allem von der Anzahl der Treiber pro Ohrhörer ab. Ein Einstiegsmodell mit zwei Treibern ist günstiger als ein Modell mit zehn Treibern für ein großes, detailreiches Klangbild. Bei uns beginnen die In-Ears Essential bei 539,95 €; die aktuellen Preise stehen auf den Produktseiten der In-Ears Essential und der Pro 4 bis Pro 10.

Sie verschließen Ihr Ohr und dämpfen so den Schall von außen, bei unseren Modellen um bis zu etwa 35 dB. Der Mix gelangt aber direkt in Ihr Ohr. Ist er zu laut, riskieren Sie trotzdem einen Hörschaden. Halten Sie die Monitorlautstärke also so niedrig wie möglich.

Ohrstöpsel mit Musikfilter. Ein linearer Filter wie im Custom Pure Tones dämpft alle Töne fast gleich stark, sodass Ihr Instrument und die Band natürlich klingen. Für Schlagzeuger oder wer direkt an den Verstärkern steht, kann ein stärkerer Filter nötig sein, etwa im Custom Music.

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