Ohrgesundheit

Sind Ohrstöpsel schädlich für die Ohren?

Audinc 24. Jan. 2025 zuletzt aktualisiert 25. Okt. 2026
Sind Ohrstöpsel schädlich für die Ohren?

Sind Ohrstöpsel schädlich für die Ohren? Bei normalem Gebrauch nicht. Lesen Sie, wie Ohrentzündungen, Ohrenschmerzen, Ohrenschmalz und Hörschäden entstehen und was Sie tun, wenn Sie jede Nacht mit Ohrstöpseln schlafen.

Machen Sie den nächsten Schritt für Ihr Gehör

Sind Ohrstöpsel schädlich für die Ohren? Nein, nicht bei normalem Gebrauch. Gut sitzende, saubere Ohrstöpsel schützen Ihre Ohren sogar. Probleme entstehen vor allem, wenn Stöpsel schmutzig sind, schlecht passen oder wenn Sie damit lange und laut Musik hören. Unten lesen Sie für jede Beschwerde, was dahintersteckt und wie Sie vorbeugen.

Kurz gesagt

  • Ohrentzündung: vor allem durch schmutzige Stöpsel und einen warmen, feuchten Gehörgang. Sauber und trocken halten hilft.
  • Ohrenschmerzen und Druckstellen: fast immer eine Frage der Passform.
  • Ohrenschmalz: Tägliches Tragen bremst den Abtransport. Ein verschlossenes Ohr weichen Sie mit lauwarmem Wasser, Ohrentropfen oder Olivenöl auf.
  • Hörschäden kommen nicht vom Stöpsel, sondern von der Lautstärke Ihrer Kopfhörer.

Ohrentzündung durch Ohrstöpsel

Unter einem Ohrstöpsel wird die Haut im Gehörgang warm und feucht. Dazu kommen Ohrenschmalz, Schweiß und Staub auf Ihren Stöpseln, und damit Bakterien. Sind Sie anfällig für Ohrentzündungen, kann das eine Gehörgangsentzündung auslösen. Auch gesundheitsinformation.de nennt häufiges Tragen von In-Ear-Kopfhörern oder Hörgeräten als begünstigenden Faktor.

So verringern Sie das Risiko:

  • Reinigen Sie Ihre Ohrstöpsel regelmäßig und lassen Sie sie ganz trocknen, bevor Sie sie wieder einsetzen. Wie das je nach Typ geht, lesen Sie in Ohrstöpsel reinigen.
  • Setzen Sie sie nicht ein, solange Ihre Ohren noch nass vom Duschen oder Schwimmen sind.
  • Gönnen Sie Ihren Ohren zwischendurch Luft, vor allem wenn Sie die Stöpsel den ganzen Tag tragen.
  • Teilen Sie Ihre Ohrstöpsel nicht mit anderen.
  • Verwenden Sie keine aggressiven Reinigungsmittel. Sie können die Haut im Gehörgang reizen und die Stöpsel beschädigen.

Schaumstoffstöpsel und andere Stöpsel, die sich schlecht reinigen lassen, ersetzen Sie nach ein paar Mal. Maßgefertigte Ohrstöpsel lassen sich leicht reinigen; welches Material zu Ihnen passt, lesen Sie in harte oder weiche Otoplastiken nach Maß.

Ohrenschmerzen und Druckstellen durch Ohrstöpsel

Tun Ihnen die Ohren nach dem Tragen von Ohrstöpseln weh? Dann passen diese meist nicht gut. Ein universeller Stöpsel ist zu groß oder zu hart für Ihren Gehörgang, oder Sie haben ihn zu tief hineingedreht. Dann drückt er an einer Stelle, und das spüren Sie nach ein paar Stunden. Viele Menschen finden normale Schaumstoffstöpsel unbequem, wenn sie sie lange tragen. Haben Sie einen empfindlichen oder ungewöhnlich geformten Gehörgang, kann auch ein weicherer universeller Stöpsel Beschwerden machen.

Probieren Sie zuerst eine andere Größe oder ein anderes Material. Sitzt ein Stöpsel dagegen fest oder zu tief, lesen Sie Ohrstöpsel steckt fest oder zu tief im Ohr.

Bei maßgefertigten Ohrstöpseln ist das Risiko von Druckstellen am kleinsten, weil sie genau der Form Ihres Gehörgangs folgen. Trotzdem kann es bei empfindlichen Ohren vorkommen, dass etwas nicht angenehm sitzt. Bei Audinc gilt deshalb die Komfortgarantie: Haben Sie innerhalb von 6 Monaten nach dem Kauf Probleme mit Passform oder Tragekomfort, passen wir Ihre Ohrstöpsel kostenlos an. Reicht eine Anpassung nicht aus, prüfen wir, ob ein neuer Abdruck nötig ist.

Mehr Ohrenschmalz durch Ohrstöpsel?

Ohrenschmalz wandert normalerweise von selbst nach außen, durch Kauen und Sprechen. Ein Ohrstöpsel hält das auf und kann das Ohrenschmalz beim Einsetzen ein Stück tiefer schieben. Tragen Sie täglich Ohrstöpsel, Earbuds oder ein Hörgerät, sammelt sich Ohrenschmalz dadurch schneller an. Das merken Sie an einem dumpfen oder verschlossenen Ohr.

Ist Ihr Ohr durch Ohrenschmalz zu? Dann weichen Sie es auf, mit lauwarmem Wasser, Ohrentropfen aus der Apotheke oder ein paar Tropfen Olivenöl. Verwenden Sie keine Wattestäbchen. Wie so ein Pfropf entsteht und was Sie sonst tun können, lesen Sie in Ohrenschmalzpfropf: Ursachen und Beschwerden. Bekommen Sie öfter Pfropfen, können Sie das Ohrenschmalz regelmäßig in Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis entfernen lassen.

Jede Nacht mit Ohrstöpseln schlafen: Ist das schlecht?

Für die meisten Menschen nicht. Viele schlafen jahrelang jede Nacht mit Ohrstöpseln, zum Beispiel neben einem schnarchenden Partner. Achten Sie aber auf drei Dinge:

  • Hygiene. Sie tragen die Stöpsel stundenlang in einem warmen Gehörgang. Reinigen Sie sie deshalb öfter als Ohrstöpsel, die Sie nur ab und zu tragen.
  • Ohrenschmalz. Gerade bei täglichem Tragen kann es sich ansammeln. Ist Ihr Ohr öfter zu, lassen Sie Ihre Ohren kontrollieren.
  • Passform. Einen Stöpsel, der drückt, spüren Sie vor allem, wenn Sie auf der Seite liegen. Ein flacher Stöpsel, der nicht herausragt, ist dann am angenehmsten.

Sorgen Sie auch dafür, dass Sie Ihren Wecker, ein weinendes Baby oder einen Rauchmelder noch hören. Was Ohrstöpsel gegen Schnarchen leisten und was nicht, lesen Sie in Ohrstöpsel gegen Schnarchen. Schlafen Sie jede Nacht mit Ohrstöpseln, sind maßgefertigte Ohrstöpsel zum Schlafen oft bequemer als Schaumstoffstöpsel.

Zu hohe Lautstärke: Da liegt das eigentliche Risiko

Ohrstöpsel selbst sind nicht gefährlich, der Schall, den Kopfhörer erzeugen, schon. Hören Sie lange und laut Musik, können die Haarzellen in Ihrer Hörschnecke geschädigt werden. Sie wachsen nicht nach. Die Folge kann Hörverlust oder Tinnitus sein. Die WHO rät, die Lautstärke unter 60 Prozent des Maximums zu halten und Ihren Ohren regelmäßig Ruhe zu gönnen.

Maßgefertigter Gehörschutz erzeugt keinen Schall, dort spielt das also keine Rolle. Eine Ausnahme sind Ohrstöpsel mit Bluetooth, mit denen Sie telefonieren und Musik hören. Weil Ohrstöpsel mit Bluetooth den Umgebungslärm dämpfen, müssen Sie die Lautstärke aber weniger hoch stellen, um Ihre Musik zu hören.

Auswahlhilfe

Welche Ohrstöpsel passen zu Ihnen?

Zwei Fragen, und Sie sehen, welchen Ohrstöpsel wir Ihnen empfehlen würden.

Wofür suchen Sie Gehörschutz?

Wann aufhören und zum Arzt gehen?

Achtung

Hören Sie auf, Ihre Ohrstöpsel zu tragen, und gehen Sie zu Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis, wenn Ohrenschmerzen nicht vergehen, wenn Flüssigkeit oder Eiter aus dem Ohr kommt oder wenn der Juckreiz bleibt. Haben Sie Fieber und fühlen sich krank, ist Ihre Ohrmuschel rot und geschwollen oder hören Sie plötzlich deutlich schlechter, wenden Sie sich noch am selben Tag an Ihre Praxis, außerhalb der Sprechzeiten an den ärztlichen Bereitschaftsdienst unter 116 117.

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FAQ

Ja, das ist möglich. Unter einem Ohrstöpsel wird die Haut im Gehörgang warm und feucht, und schmutzige Stöpsel bringen Bakterien mit. Das erhöht das Risiko einer Gehörgangsentzündung. Sie verringern das Risiko, indem Sie Ihre Stöpsel sauber und trocken halten, sie nicht teilen und Ihre Ohren zwischendurch lüften lassen.

Für die meisten Menschen nicht, solange die Ohrstöpsel gut passen und sauber sind. Achten Sie aber auf Ohrenschmalz: Ohrstöpsel bremsen den natürlichen Abtransport. Ist Ihr Ohr öfter zu, juckt oder schmerzt es, lassen Sie Ihre Ohren kontrollieren. Sorgen Sie auch dafür, dass Sie Ihren Wecker oder einen Rauchmelder noch hören.

Ohrstöpsel halten Ohrenschmalz zurück, das normalerweise von selbst nach außen wandert, und können es ein Stück tiefer schieben. Dadurch sammelt es sich schneller an, vor allem wenn Sie sie täglich tragen. Ist Ihr Ohr zu, weichen Sie das Ohrenschmalz mit lauwarmem Wasser, Ohrentropfen aus der Apotheke oder etwas Olivenöl auf.

Meist passen sie nicht gut: zu groß, zu hart oder zu tief hineingedreht. Dann entstehen Druckstellen im Gehörgang. Probieren Sie eine andere Größe oder ein anderes Material. Maßgefertigte Ohrstöpsel folgen der Form Ihres Gehörgangs und drücken deshalb nicht. Bleiben die Schmerzen, oder kommt Flüssigkeit aus dem Ohr, gehen Sie zu Ihrer Hausarzt- oder HNO-Praxis.

Die Kopfhörer selbst nicht, die Lautstärke schon. Hören Sie lange und laut, können die Haarzellen in Ihrer Hörschnecke geschädigt werden. Das führt zu Hörverlust oder Tinnitus. Die WHO rät, die Lautstärke unter 60 Prozent des Maximums zu halten und regelmäßig Pausen einzulegen.

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